INT. ANDY BüRO - DAY

Zurück in Andy´s hellen, großen Büro. Der Blick über Berlin
ist berauschend. Inzwischen stehen leckere Häppchen auf einem
Sofatisch bereit, Kaffee und auch eine Flasche Wodka. Andy
schüttelt die Hände seines russischen Großinvestors. Sie
tauschen die Verträge aus, küssen und umarmen sich.

				   ANDY:
		 Auf uns und die 20-prozentige
		 Profitrate.

Sie stoßen mit Wodka an. Dabei zwinkert der Großinvestor Andy
zu.

				   GROßINVESTOR:
		 Wie war die Nacht!?

Andy grinst.

				   ANDY:
		 Russische Mädchen machen süchtig. 

Der Großinvestor lächelt.

				   ANDY: (CONT'D)
		 Solche Frauen hab´
		 ich in der ganzen Welt noch nicht
		 kennen gelernt.

Die beiden Männer fangen an, zu feiern. 

Plötzlich betritt Mr.CROWN (54) den Raum. Er hat etwas von
diesem distinguierten, englischen Konservatismus, ist aber
Deutscher, der auf Engländer spielt. Andy und der russische
Großinvestor begrüßen ihn fröhlich. 

Andy und Mr. Crown haben ein freundschaftliches Verhältnis
und umarmen sich. Dann greift Mr. Crown zu einem Glas Wodka
und hebt zum Prosten an.

				   MR.CROWN:
		 Auf eine großartige Zukunft. Mit
		 geeinten Kräften werden wir diese
		 Stadt erobern!

BLENDE

INT. ANDY BüRO - DAY

Der russische Großinvestor tanzt und springt mit Andy zu
moderner, russischer Disco Musik im Kreise. Mr. Crown lacht
und wippt fröhlich mit seinem Glas Wodka mit.

BLENDE

INT. ANDY BüRO - DAY

Andy und der russische Großinvestor liegen besoffen am Boden,
schwingen ihre Gläser zu russischer Volksmusik und singen
freudig mit. Mr. Crown, als einziger nüchtern, greift zum
Telefon...

EXT. BRANDENBURGER TOR - DAY

Inzwischen rast Clara in ihrem indischen Tanzkostüm im
Eiltempo durch das Brandenburger Tor. Weiter fährt sie mit
ihrem Fahrrad in Richtung Bundestag. Die Glöckchen an ihren
Fußgelenken bimmeln laut im Fahrtwind.

EXT. VOR DEM BUNDESTAG - DAY

Vor dem Reichstagsgebäude haben sich einige Menschen
versammelt. Zwei Polizeiwagen stehen bereit. Drei Polizisten
halten Touristen von einer alten Frau mit wild abstehenden,
grauen Haaren, BETTI (70), fern. Sie schwingt ein Pappschild
wie eine Flagge. 

Clara bleibt mit quietschenden Bremsen stehen und drängelt
sich durch die Menschen. Ein Polizist, WILLI (48), begrüßt
sie und bewundert sie für ihr modernes, indisches Outfit.

				   WILLI:
		 Dieses Mal demonstriert ihre Mutter
		 gegen die Arbeitslosigkeit in
		 Afrika und die Importzölle.

				   CLARA:
		 Sie sollte zur Abwechslung mal
		 gegen die Arbeitslosigkeit in
		 Berlin demonstrieren. Aber darüber
		 diskutieren wir schon seid 8 Tagen.

Clara entdeckt ihre Mutter Betti mit ihrem Hund Flusel, einer
wilden Promenadenmischung. FLUSEL fängt an, fröhlich zu
tanzen, als er Clara entdeckt. Sie nimmt ihn liebevoll in den
Arm.

				   BETTI:
		 Clara! Warum kommst du schon wieder
		 zu spät?

				   CLARA:
		 Mutti, ich gehe nicht unangemeldet
		 demonstrieren.

				   BETTI:
		 Ich bin angemeldet!

				   CLARA:
		 Nein!

Willi kommt dazu und übergibt Clara einen Strafzettel über
400.-Euro wegen einer Ordungswidrigkeit.

				   WILLI:
		 Ihre Mutter hat ein teures Hobby. 

				   CLARA:
		 Ich habe es schon mit Tanzen
		 versucht, aber ihr fehlt die
		 politische Message.

				   BETTI:
		 Ihr seid alle viel zu unpolitisch!
		 Das wird Europa in den Abgrund
		 führen.

				   CLARA:
		 Nein, das bringt uns nur den
		 Gerichtsvollzieher ins Haus.

Flusel marschiert im gestelzten Gang.